Dürfen wir vorstellen? Udo Pass!

von Dirk Bender

Zurück

Der TourContact-Beirat stellt sich vor

Willkommen zu unserer neuen Interview-Blogreihe „Der TourContact-Beirat stellt sich vor“!

Hier lernst Du die Gesichter hinter der starken TourContact-Gemeinschaft näher kennen. Wie war ihr bisheriger Werdegang, was ist ihre Motivation und was ihre Perspektiven? All das haben wir in den persönlichen Interviews näher beleuchtet.

Vielen Dank, lieber Udo, dass Du Deine Gedanken mit uns geteilt hast und auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!
Und allen anderen: Viel Freude bei der Lektüre!

Wie lautet der Name Deines Reisebüros und wo befindet es sich?

PASS - REISEBÜRO in Hilden, Düsseldorf-Benrath und Düsseldorf-Wersten.“

Seit wann bist Du in der Touristik tätig?

„Ich arbeite seit 1983 in der Touristik. 1987 wurde dann das PASS-REISEBÜRO eröffnet.“

Warum hast Du Dich damals für eine Selbstständigkeit im Reisevertrieb entschieden?

„Damals war die Lage ein echter Glücksgriff – eine 1A-Innenstadtlage, wie man sie heute kaum noch bekommt.
Solche Objekte wurden nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern meist unter der Hand weitergegeben.
Um sicherzugehen, dass unser Konzept an diesem Standort auch wirklich funktioniert, haben wir frühzeitig externe Expertise eingeholt: Ein Wirtschaftsprüfer und ein Marketingexperte haben den Standort unter die Lupe genommen und analysiert, welches Angebot hier sinnvoll wäre – sowohl in Hinblick auf den Standort selbst als auch als Ergänzung zum bestehenden Unternehmen.
Eine Investition, die sich ausgezahlt hat.“

Was unterscheidet Dein Reisebüro von anderen am Markt?

„Wir verstehen uns nicht nur als klassisches Reisebüro, sondern auch als Reiseveranstalter mit Profil.
Unsere Gruppenreisen sind handverlesen und werden immer von uns persönlich begleitet. Wir bieten nur an, was wir selbst für gut befinden – Qualität, hinter der wir mit vollem Namen stehen.
Ein weiterer Erfolgsfaktor: unser Team.
Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schon seit Jahren – teils Jahrzehnten – bei uns. Diese Kontinuität schafft Vertrauen und sorgt für persönliche Beratung mit echtem Erfahrungshintergrund.
Auch beim Thema Marketing denken wir unternehmerisch: Wir investieren gezielt in Sichtbarkeit – ob über Radiowerbung auf mehreren Sendern, mit Plakataktionen oder über weitere aufmerksamkeitsstarke Maßnahmen. So gewinnen wir regelmäßig neue Kundinnen und Kunden und bleiben als Marke präsent.“

Seit wann bist Du Mitglied in der TourContact?

„Ich bin Mitglied seit 1991 – also seit dem Gründungsjahr der TourContact.“

Was waren Deine Beweggründe, sich der TourContact anzuschließen?

„Was uns an der TourContact von Anfang an überzeugt hat, ist das klare Konzept: Hier schließen sich starke, inhabergeführte Reisebüros zusammen – eigenständig, aber nicht allein.
Wir behalten unsere unternehmerische Freiheit, treffen wirtschaftliche Entscheidungen selbst und profitieren zugleich als Mitinhaber vom gemeinsamen Erfolg der Kooperation. Anders als bei manch anderen Zusammenschlüssen wird hier niemand bevormundet – im Gegenteil: Die angeschlossenen Büros stehen im Mittelpunkt.

Besonders wichtig war für uns auch die technische Ausstattung. Moderne Tools, innovative Lösungen und ein professionelles Marketing – ohne dass wir uns um jedes Detail selbst kümmern müssen. Genau das bietet TourContact.

Und nicht zuletzt: Eine gut gesteuerte Gemeinschaft wie diese wird von Veranstaltern gesehen – und entsprechend vergütet. Davon profitieren alle. Gerade inhabergeführte Reisebüros bringen die nötige unternehmerische Kraft mit, um das Beste aus einer Kooperation wie dieser herauszuholen.“

Was schätzt Du besonders an der Zusammenarbeit mit der TourContact?

„Kurze Wege, schnelle Reaktionen und absolute Transparenz – das sind für uns echte Pluspunkte der TourContact.
Dank der klaren Gesellschaftsstruktur ist alles nachvollziehbar und auf Augenhöhe organisiert.
Seit über 30 Jahren erleben wir die Zusammenarbeit als partnerschaftlich, wirtschaftlich sinnvoll und vor allem entlastend.
Viele Aufgaben, die ein einzelnes Reisebüro kaum stemmen könnte – etwa die Einführung technischer Neuerungen, das Aushandeln von Sonderaktionen mit Veranstaltern, das Schließen von Rahmenverträgen (z. B. mit der Telekom) oder das Planen und Umsetzen professioneller Marketingmaßnahmen – werden zentral übernommen. Das spart Zeit, Geld und Nerven.
Trotz ihrer Größe ist die TourContact dabei immer persönlich geblieben. Man kennt sich, man hilft sich – und genau das macht den Unterschied.“

Warum hast Du Dich bereit erklärt, als Beiratsmitglied zu fungieren?

„Ich gehöre zu den Menschen, die lieber mitgestalten, als nur zuzuschauen.
Schon früh habe ich gelernt, dass Geben und Nehmen im Gleichgewicht stehen sollten – wer von einer Gemeinschaft profitiert, sollte auch bereit sein, sich einzubringen.

Deshalb habe ich mich damals entschieden, für den Beirat zu kandidieren. Seit vielen Jahren darf ich dieses Amt nun ausüben – inzwischen unter dem dritten Geschäftsführer. Und ich mache es nach wie vor mit Überzeugung und großer Freude. Denn nur gemeinsam lässt sich etwas bewegen.“

Welche Themen liegen Dir im Rahmen der Beiratsarbeit besonders am Herzen?

„Mir liegt besonders am Herzen, dass wir die TourContact als Kooperation kontinuierlich weiterentwickeln – mit echtem Mehrwert für unsere angeschlossenen Reisebüros. Ob in Sachen Marketing, Technik oder Wirtschaftlichkeit: Wir haben als Gemeinschaft die Chance, Dinge zu bewegen, die ein einzelnes Büro so nicht umsetzen könnte.
Ein weiteres Anliegen ist mir die Nachwuchsförderung. Der Beruf „Tourismuskauffrau/-mann“ verdient mehr gesellschaftliche Wertschätzung – gerade bei jungen Menschen. Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Branche wieder als das wahrgenommen wird, was sie ist: spannend, anspruchsvoll und voller Perspektiven.“

Wie erlebst Du den Austausch mit der Zentrale und den anderen Mitgliedern?

„Was den Austausch innerhalb der TourContact so besonders macht, ist die Kombination aus Größe und Nähe. Trotz der beachtlichen Zahl an Mitgliedsbüros bleibt der Kontakt persönlich – viele von uns sind auch außerhalb offizieller Veranstaltungen regelmäßig im Austausch, sei es telefonisch oder bei Treffen vor Ort.
Ich selbst habe engen Kontakt zu zahlreichen Kolleginnen und Kollegen. Ob es um Personalfragen, wirtschaftliche Themen, steuerliche Aspekte oder um den Umgang mit Veranstaltern geht – der offene Austausch bringt uns alle weiter und schafft echten Mehrwert.
Auch die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem Team in der Zentrale ist unkompliziert, schnell und verbindlich.
Die kurzen Wege und die offene Kommunikation machen das Miteinander nicht nur effektiv, sondern auch sehr angenehm.

Das ist gelebte Kooperation, wie sie sein sollte.“

Wo siehst Du Chancen für stationäre Reisebüros in den kommenden Jahren?

„Ich bin überzeugt: Stationäre Reisebüros haben auch in den kommenden Jahren große Chancen – vorausgesetzt, sie stellen sich zukunftsfähig auf.
Der Schlüssel liegt im hybriden Ansatz: digitale Möglichkeiten nutzen, aber den persönlichen Kontakt bewusst als Stärke ausspielen. Wer beides klug verbindet, kann sich klar vom reinen Online-Vertrieb abheben.
Eine der zentralen Herausforderungen wird die Gewinnung neuer Mitarbeitender sein.
Hier braucht es frisches Denken, flexiblere Strukturen und eine moderne Unternehmenskultur.
Wer an alten Abläufen festhält, wird es schwer haben.

Übrigens: Die viel zitierte "Bequemlichkeit" der jungen Generation ist aus meiner Sicht keine Schwäche, sondern eine echte Chance für den stationären Vertrieb.
Wer unkomplizierte Beratung und exzellenten Service bietet, wird genau dort punkten.
Was allerdings nicht mehr funktioniert: als Inhaber den Fokus ausschließlich auf die reine Reisevermittlung zu legen.
Wer betriebswirtschaftliche Aspekte, strategische Entwicklung und Mitarbeiterführung ausblendet, wird langfristig nicht bestehen. Ein Reisebüro zu führen, bedeutet heute weit mehr als nur Reisen zu verkaufen.“

Was motiviert Dich täglich, Dein Reisebüro mit Leidenschaft zu führen?

„Ich mag meinen Job nicht nur, sondern lebe ihn – wie viele andere erfolgreiche Touristiker auch. Die Motivation liegt darin, die positiven Seiten der Branche immer wieder neu zu entdecken und Erlebtes nicht als selbstverständlich anzusehen. In all den Jahren durfte ich so viel erleben, entdecken, besichtigen und genießen – Dinge, von denen andere nur träumen oder viel Geld in ihrer Freizeit investieren würden. Nicht zuletzt hat die hohe Identifikation des gesamten Teams mit der Branche auch zu unserem wirtschaftlichen Erfolg beigetragen, von dem das gesamte Team profitiert.“

Was möchtest Du anderen TourContact-Mitgliedern mit auf den Weg geben?

„Natürlich hat die Branche – wie jede andere auch – mit Herausforderungen zu kämpfen. Doch wenn diese immer wieder das beherrschende Thema in Gesprächen unter Touristiker:innen sind, werden wir das Problem der Nachwuchskräfte nie in den Griff bekommen. Es hilft, augenscheinliche Probleme als Herausforderungen und Chancen zu sehen, um sich von der Masse abzuheben und erfolgreicher zu werden. Dabei sollte auch der Stellenwert der wirtschaftlichen Aspekte im täglichen Handeln überprüft werden. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen trägt automatisch zu einer höheren Zufriedenheit bei. Nicht zuletzt sollte das gesamte Team in den wirtschaftlichen Erfolg eingebunden sein.“

Zurück zur Newsübersicht